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Digitalisierung in der Weiterbildung

Die Arbeitswelt der Zukunft verändert sich rasant. Einer der wichtigsten Treiber dieser Entwicklung ist die Digitalisierung. Die Chancen der Digitalisierung gewinnbringen einzusetzen ist für Trägerschaften und Vereine mittlerweile zur Notwendigkeit geworden. Denn die Digitalisierung verändert sowohl Arbeitsabläufe, Produkte als auch personelle Anforderungen und erhöht zunehmend den Druck, jederzeit flexibel und innovativ zu sein.

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Nachbericht zur Auftaktveranstaltung der Reihe „Digitalisierung in der Weiterbildung“

Mittwoch, 6. Februar 2019 | 16:00 Uhr – 18:30 Uhr

Den Wandel in der Arbeitswelt gezielt gestalten!

Silke Potthast | KWB Management GmbH

Cornelia Schmidt | Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e. V.

Wie bekommt man den Prozess der Digitalisierung im eigenen Unternehmen in Gang? Wie schafft man es, Veränderungsprozesse und nachhaltige Strategien gemeinsam zu erarbeiten? Am Nachmittag des 6. Februar 2019 kamen achtzehn Persönlichkeiten aus Mitgliedseinrichtungen von Weiterbildung Hamburg e. V. zusammen, um sich über Gestaltungsmöglichkeiten im Digitalisierungsprozess zu informieren. Business Coach Silke Potthast und Prozessberaterin Cornelia Schmidt leiteten die zweieinhalbstündige Informationsveranstaltung, in der viele Fragen aufkamen und Ideen ausgetauscht wurden.

Fokus der Veranstaltung waren die Programme unternehmensWert:Mensch und unternehmensWert:Mensch plus, welche durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert werden und Unternehmen bei Veränderungsprozessen, z.B. in Hinblick auf Digitalisierung, unterstützen sollen. Dazu wird den Unternehmen ein/-e Prozessberater/-in zur Seite gestellt, welche/-r an bis zu zehn Tagen die Veränderungen begleitet und beratend zur Seite steht.   

Zu Beginn wurden konkrete Informationen zu den Rahmenbedingungen vermittelt – ein zentraler Fakt: Zur Förderung muss mindestens ein/-e sozialversicherungspflichtige/-r Beschäftigte/-r in Vollzeit im Unternehmen tätig sein. Des Weiteren wurden die Unterschiede der zwei Programmarten deutlich; darunter vor allem die unterschiedlichen Laufzeiten und die Höhe der Beratungskosten, die vom Programm übernommen werden. Doch bei beiden Programmen wird ein großes Augenmerk auf die Beteiligung von Geschäftsführung auf der einen Seite (der sogenannte Lenkungskreis bei uWM plus) und von Mitarbeitern/-innen unterschiedlicher Disziplinen und Hierarchieebenen (dem LAB Team bei uWM plus) auf der anderen Seite gelegt, um das gegenseitige Vertrauen zu stärken und wertvolle Erfahrungen und Kompetenzen miteinzubinden.

Hier war außerdem der Hinweis auf eine sinnvolle Zusammensetzung der Lenkungsgruppe in den Unternehmen wertvoll: Silke Potthast machte deutlich, dass in jeder Gruppe Persönlichkeiten aus vier Untergruppen vertreten sein sollten: Entscheidungsmacht, Emotionen und Strömungen, Know-How-Träger und Akzeptanz-Träger. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Prozesse, die in Gang gesetzt werden sollen, alle Mitarbeiter/-innen „ins Boot holen“ und niemand mit seinen Wünschen oder auch Ängsten auf der Strecke bleibt. Im uWM-Programm arbeiten daher beide Beraterinnen mit sogenannten Koordinierungsgruppen, die diese unterschiedlichen „Rollen“ innehaben.

Frau Potthast stellte des Weiteren die vier personalpolitischen Handlungsfelder vor, die von der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) identifiziert wurden: Führung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit sowie Wissen & Kompetenz. Diese Handlungsfelder finden sich auch in den uwM-Programmen wieder und dienen als Hintergrund für die Change-Prozesse, an denen in den Unternehmen mit Unterstützung durch die Berater/-innen gearbeitet wird.

Zum Abschluss der Veranstaltung bat Cornelia Schmidt die Teilnehmenden darum, in kleinen Gruppen Handlungs- und Gestaltungsfelder aus den eigenen Einrichtungen zu identifizieren und zu diskutieren. Auffällig dabei war, dass vor allem Handlungsbedarfe im Bereich der Arbeitsorganisation (z.B. Einrichtung von digitalen Sekretariaten, Kursorganisation und Evaluation)  und der Produkte (z.B. Nutzung von Lernplattformen statt Arbeitsbüchern, digitale Updates für vorhandene Produkte) identifiziert wurden. Frau Schmidt rief dazu auf, andere wichtige Bereiche nicht außer Acht zu lassen, darunter vor allem die Unternehmens- und Führungskultur sowie das interne Wissensmanagement.

Abgerundet wurde der Abend mit einem Erfolgsbericht von Iris Paluch von der SBB Kompetenz gGmbH, welche das unternehmensWert:Mensch Programm bereits in ihrer Einrichtung durchlaufen hat und von positiven Ergebnissen erzählte. Die SBB hat während des Programms vor allem am Thema organisatorische Resilienz gearbeitet. Herr Martin Vorhauer von der Grone Wirtschaftsakademie GmbH warf außerdem noch eine Idee in den Raum: Könnten sich nicht zwei sehr kleine Unternehmen mit ähnlichen Bedarfen, welche allein die Rahmenbedingungen nicht erfüllen können, zusammenschließen und mit Hilfe der Förderung zusammen an Veränderungsprozessen arbeiten? Zur Klärung dieser Frage setzen sich Frau Potthast und Frau Schmidt noch einmal mit den Beratungsstellen zusammen.

Der Nachmittag bildete die Auftaktveranstaltung zur Reihe „Digitalisierung in der Weiterbildung“. Die nächste Veranstaltung der Reihe findet am 27. März zum Thema „Zusatzqualifikationen für digitale Kompetenzen in der Aus- und Weiterbildung“ statt und wird von Anne Röhrig von der k.o.s GmbH geleitet.


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